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Ursachen + Lösungen: Was wirklich gegen Mundgeruch hilft

Dauerhaft schlechter Atem raubt uns Selbstvertrauen und kann das soziale Leben negativ beeinflussen. Aber wieso riechen manche Menschen aus dem Mund so übel und andere nicht - es kann ja nicht nur an schlechter Zahnpflege liegen. Manchmal stecken harmlose Gründe dahinter, teilweise kann Mundgeruch aber auch auf ernsthafte Erkrankungen hindeuten. Wir klären auf.

Inhalt

    Die Ursachen im Detail

    Manchmal wissen wir selber, wieso wir schlechten Atem haben. Schließlich wird sich nach dem Genuss einer Zwiebelsuppe oder gut abgeschmeckten Knoblauchbutter kaum einer wundern, wenn es nicht ganz so frisch aus dem Mund riecht. Aber es gibt eben auch Fälle, wo die Ursache nicht eindeutig ist und einen das Thema wirklich ernsthaft beschäftigt.

    Hauptursache: hohe bakterielle Aktivität

    Wir alle tragen Millionen von Bakterien in unserem Mund herum, die sich von Nahrungsresten und Zellgewebe ernähren. Während dieses Prozesses setzen sie schwefelhaltige Verbindungen frei, die einen unangenehmen Geruch verursachen können. Vor allem Bakterien, die sich auf der Zunge festsetzen, sorgen für schlechten Atem. 

    Die wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige und gründliche Reinigung von Zähnen, Zunge und Zahnzwischenräumen. Zähneputzen entfernt Plaque, während das Zungenschaben Bakterien von der Zungenoberfläche entfernt. Auch frische Kräuter können helfen: Dill, Salbei, Kamille, Minze, Petersilie und Zitronenmelisse (gekaut oder als Tee) sind absolut bewährte Hausmittel gegen Mundgeruch. 

    Achtet außerdem darauf, ausreichend Wasser zu trinken, um Mundtrockenheit entgegenzuwirken. Ganz grundlegend empfiehlt es sich auch, den Zucker-, Koffein- und Nikotinkonsum einzuschränken.

    Kaffee ist sehr säure- und koffeinhaltig. Das Problem: Diese Stoffe trocknen den Mund aus und führen zu einer verringerten Speichelproduktion. Ferner verstoffwechseln die Bakterien den Kaffee. Die Stoffwechselprodukte nehmen wir dann als schlechten Geruch wahr. Besonders kritisch ist entsprechend Kaffee mit Milch (Milchsäure und Milchzucker) oder gar Haushaltszucker (Nahrung für Bakterien). 

    Die Lösung: Weniger Kaffee (oder auf Tee umschwenken)

    Das einfachste wäre, auf Kaffee zu verzichten. Doch der muntermachenden Effekt ist eben das, was viele von uns am morgen (oder den ganzen Tag über) brauchen.

    Probiert es deshalb mal mit grünem oder schwarzem Tee. Beide Teesorten verringern den Mundgeruch, obwohl sie Koffein enthalten. Zudem wirkt sich der regelmäßige Konsum von Tee positiv auf die Zahngesundheit aus.

    Außerdem konnten Forscher nachweisen, dass (schwarzer) Tee, die Konzentration stärker fördert als Kaffee.

    Trockener Mund [verschiedene Ursachen]

    Ein trockener Mund bedeutet, dass weniger Speichel produziert wird. Dieser dient - dank der enthaltenen Histatine und Lysozyme - normalerweise dazu, Bakterien zu bekämpfen und den Mund zu reinigen. Ohne ausreichend Speichel steigt entsprechend die Anzahl der Geruch verursachenden Bakterien. Das ist übrigens auch der Grund für schlechten Atem am Morgen: Denn in der Nacht wird weniger Speichel produziert. Intensiviert wird das Problem durch Schnarchen.

    Lösung: ausreichend Wasser trinken + Kaugummi kauen

    Haltet euren Mund feucht, indem ihr ausreichend Wasser über den Tag verteilt (und kurz vor dem Schlafengehen) trinkt. Das hilft, die Speichelproduktion aufrechtzuerhalten und Bakterien in Schach zu halten. Auch das Kauen eines zahnfreundlichen (zuckerfreien, mit Xylit gesüßten) Kaugummis (natürlich nur tagsüber, wenn ihr wach seid) regt die Speichelproduktion an.

    Bestimmte Nahrungsmittel

    Bestimmte Lebensmittel wie Knoblauch und Zwiebeln sind zwar sehr gesund (und wirken sogar sogar antibakteriell), können aber ganz akut intensiven, aber gesundheitlich unbedenklichen Mundgeruch verursachen. Die in ihnen enthaltenen schwefelhaltigen Substanzen sind hier die Übeltäter. 

    Langfristig ist es aber eher ein hoher Zuckergehalt in Lebensmitteln, der zu Mundgeruch führt. Grund dafür ist, dass sich die meisten schlechten Bakterien im Mund von Zucker ernähren. 

    Lösung: ausgewogene Ernährung

    Versucht, Lebensmittel wie Knoblauch und Zwiebeln zu meiden, wenn ihr noch einen wichtigen Termin habt. Ansonsten solltet ihr die Knollen aber durchaus in eure Ernährung integrieren. Greift grundlegend oft zu frischem Gemüse. Darin sind nicht nur viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die eurer (Mund)gesundheit zuträglich sind. Zeitgleich ist Gemüse auch zuckerarm.

    Vitamin- und Mineralstoffmangel

    Dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung wichtig ist, um Mundgeruch zu reduzieren, liegt nicht nur an der verringerten Zuckerzufuhr. Tatsächlich kann auch ein Nährstoffmangel, verursacht durch den Verzehr energiereicher, aber nährstoffarmer Lebensmittel wie Weißmehlprodukte und Mundgeruch begünstigen.

    Lösung: ausgewogene Ernährung

    Im Idealfall esst ihr euch mit viel frischem Gemüse satt, gönnt euch ab und an einen guten Fisch und setzt auf Vollkornprodukte statt Weißbrot, Nudeln und Co. Wenn ihr das nicht könnt oder möchtet, kann eine Supplementierung von wichtigen, essentiellen Nährstoffen über Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.

    Lesetipp:
    Nahrungsergänzung: Wann welche Supplements Sinn machen (und wann nicht)

    Zwei Arten von Mundgeruch

    In der Regel unterscheidet man zwei Hauptarten von Mundgeruch: 

    1. Foetor ex ore und 
    2. Halitosis. 

    Foetor ex ore bezieht sich auf den Mundgeruch, der nur beim Ausatmen oder bei geöffnetem Mund bemerkbar ist. Bei einer Halitosis hingegen ist der Geruch auch beim Ausatmen durch die Nase wahrnehmbar. 

    Während die Ursachen für Halitosis im HNO-Bereich liegen, finden sich die Gründe für Foetor ex ore in der Mundhöhle selbst.

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    Low-Carb-Diät kann vorübergehend Mundgeruch verursachen

    Wenn dem Körper nicht ausreichend Kohlenhydrate zugeführt werden, nutzt euer Organismus bestehende Fettreserven als Energiequelle. Obwohl dieses Prinzip grundsätzlich erwünscht ist, kann es zu Mundgeruch führen. Als Reaktion auf den Mangel an Kohlenhydraten produziert der Körper sogenannte Ketonkörper, die über die Atemluft ausgeschieden werden können und einen Mundgeruch erzeugen, der an Aceton erinnert.

    Die erfreuliche Nachricht lautet: Der Mundgeruch, der bei dieser Ernährungsumstellung entsteht, ist nur von kurzer Dauer. In der Regel dauert dieser Anpassungsprozess etwa zwischen einer Woche und einem Monat. Sobald euer Körper die Ketone zur Versorgung von Muskeln und Gehirn nutzt, wird der Mundgeruch allmählich abklingen.

    Mangelhafte Mundgesundheit

    Zahnbelag, schwere Karies und Zahnfleischerkrankungen können zu Mundgeruch führen. Bakterien sammeln sich in diesen Bereichen an und setzen den üblen Geruch frei.

    Lösung: Mundhygiene und Zahnarztbesuche

    Das Wichtigste ist das regelmäßige Zähneputzen und Zungenschaben sowie die Verwendung von Zahnseide. Ab und zu kann auch eine professionelle Zahnreinigung angezeigt sein, um hartnäckigen Zahnbelag (vor allem Zahnstein) zu entfernen.

    Bei Mundspülung ist hingegen Vorsicht geboten. Denn im Mund leben nicht nur schlechte, sondern auch gute Bakterien. Während schlechte Bakterien der Gesundheit schaden, regulieren die guten Bakterien den Blutdruck. Viele Mundspülungen, vor allem Produkte mit Chlorhexidin, töten einfach ausgedrückt alles ab, ohne zu unterscheiden.

    Ernsthafte Erkrankungen als Ursache für Mundgeruch

    Während Magen-Darm-Leiden meist einen säuerlichen Mundgeruch verursachen, kann ein süßlicher, fast obstartiger Mundgeruch auf Diabetes hinweisen. Auch Lebererkrankungen können süßlichen Mundgeruch verursachen. Bei Erkrankungen der Lunge riecht der Atem betroffener teilweise eitrig. Lässt sich schlechter Atem also nicht mit einfachen Mittel oder einen grundlegenden Anpassung der Ernährung bekämpfen, solltet ihr den Mundgeruch unbedingt von einem Arzt oder einer Ärztin abklären lassen. Oft steckt einfach “nur” ein Infekt oder eine leichte Mandelentzündung dahinter.

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