Schädliche Schmerzmittel: wie Paracetamol & Co die Leber vergiften

Schlechte Leberwerte oder gar eine Leberzirrhose gibt es nur bei schweren Alkoholikern? Fehlanzeige! Weitaus schlimmer als das gelegentliche Glas Rotwein scheinen Medikamente zu sein. Besonders tückisch sind dabei frei verkäufliche Schmerzmittel, die es in jeder Apotheke zum Schleuderpreis gibt.

Paracetamol: pures Gift für die Leber

Ein großes Problem für die Leber sehen Ärzte in frei verkäuflichen Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol. Während die Nebenwirkungen auf die Leber von Ibuprofen bei niedriger Dosierung und verantwortungsvoller Einnahme noch recht human sind, können bereits 7 Gramm Paracetamol, die ein Patient innerhalb von ein paar Tagen zu sich nimmt, ernsthafte Leberschäden verursachen. 7 g entsprechen dabei gerade einmal 14 handelsüblichen Tabletten mit jeweils 500 mg Wirkstoff. Da soll aber nicht heißen, dass die anderen Vertreter frei-verkäuflicher Schmerzmittel harmlos sind: Auch Ibuprofen, Diclofenac und ASS (Acetylsalicylsäure) können auf Dauer die Leber und andere Organe schädigen.

Schmerzmittel besonders schädlich in Kombination mit Alkohol

Wer dauerhaft Schmerzmittel einnimmt, ohne sich dabei regelmäßig vom Arzt durchchecken zu lassen und zudem gerne mal ein Glas in Ehren hebt, potenziert das Risiko, seine Leber nachhaltig zu schädigen. Gelegentliche Exzesse kann das durchaus robuste Entgiftungsorgan verkraften, doch steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Sobald eine Leberfibrose eintritt, die leider oft zu spät erkannt wird, besteht akuter Handlungsbedarf. Schreitet die Vernarbung des Leber-Bindegewebes fort (Leberzirrhose), sind die Schäden irreparabel und können nur noch mit Medikamenten und einer gesunden Ernährung in Schach gehalten werden.

Fettleber und Hepatitis durch hohen Schmerzmittelkonsum

Neben der Leberzirrhose gehören auch die Fettleber sowie Hepatitis B und C zu den möglichen Folgen eines übermäßigen Schmerzmittelkonsums. Allerdings kann man die Gefahr mindern, indem man andere Risikofaktoren für Lebererkrankungen ausschaltet. Dazu gehören der bereits erwähnte hohe Alkoholkonsum, aber auch die Aufnahme vieler Kohlenhydrate, die über die Leber verstoffwechselt werden müssen, wenn diese nicht in ausreichendem Maße durch Sport und viel Bewegung im Alltag verbrannt werden.

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