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Paradox: Trockene Haut durch zu viel Creme?

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Paradox: Trockene Haut durch zu viel Creme?

Trockene Haut, vor allem im Winter, muss eingecremt werden”, lautet die gängige Meinung. Aber was, wenn genau diese Creme ursächlich für die trockene Haut ist? Schuld können unter anderem Emulgatoren sein. 

Wie viel Hautpflege ist ZU viel?

Eine komplett gesunde Haut reguliert ihren Feuchtigkeitshaushalt selbst. Allerdings ist nicht jeder mit einer solchen (normalen) Haut gesegnet. Stattdessen haben viele Menschen eine trockene, fettige oder Mischhaut

Bei diesen Hauttypen ist der Talg- und Feuchtigkeitshaushalt unausgewogen – also in gewisser Weise gestört. Doch ob ihr wirklich einen solchen Hauttyp habt oder ob schlichtweg die falsche (oder zu viel) Hautpflege schuld ist, lässt sich oft nur durch konsequenten Verzicht auf Cremes herausfinden.

Wie die meisten Hautcremes “funktionieren”

Einige Studien, so zum Beispiel die der an der Universität Uppsala in Schweden forschenden Izabela Norin, kommen zu dem Ergebnis, dass dauerhaftes Eincremen der Haut – egal ob am Körper (Bodylotion), auf den Händen (Handcreme) oder im Gesicht (Gesichtscreme) – die natürliche Schutzfunktion der Haut beschädigt. 

So soll die Creme die oberste, aus schützenden Hornzellen bestehende Schicht, verändern. Normalerweise werden die Hornzellen durch die körpereigene, vor allem aus Ceramiden bestehende Fettschicht, zusammengehalten. Legt sich nun eine Creme darüber, kann das Wasser nicht mehr austreten und staut sich stattdessen. Hierdurch entsteht der glättende Effekt – die Hautzellen quellen förmlich auf und lassen die Haut geschmeidig wirken. 

Das Problem: Durch dieses “aufquellen” verliert die Fettschicht ihre Fähigkeit, die Hornzellen miteinander zu verbinden bzw. diese zusammenzuhalten. Sobald nicht schnell wieder nachgecremt wird, tritt Feuchtigkeit aus und die Haut wird trocken, rissig und gereizt. 

Was nach dem Absetzen der Creme passiert

Nach etwa einer Woche ohne Creme fängt die Haut an, sich wieder zu regenerieren. Die natürliche Schutzbarriere der Haut wird wieder stärker und die Haut ist nicht mehr so trocken. Erst wenn dieser Effekt ausbleibt, kann man sicher sein, dass die eigene Haut tatsächlich ein “Feuchtigkeitsproblem” hat.

Emulgatoren und unterschiedliche Zusammensetzungen

Die Werbung verspricht: Wir haben für jeden Hauttyp das passende Produkt. Cremes für vermeintlich trockene Haut sind besonders reichhaltig. Pflegecremes für fettige Haut eher mattierend und arm an Lipiden (Fetten), dafür sehr wasserhaltig. Bei einer Mischhaut mit fettigen und trockenen Zonen braucht es eine sehr ausgewogene, feuchtigkeitsspendende Pflege. 

Damit sich diese in unterschiedlich hohem Anteil vertretenen Fette (Lipide) mit dem Wasser in einer Creme zu einer homogenen Masse verbinden, benötigt die Industrie Emulgatoren. Sobald die Creme jedoch eingezogen ist, arbeiten die Emulgatoren aus der Creme weiter und lösen hauteigene Fette aus der Haut heraus. Die Folge ist eine noch trockenere Haut.

Kaputte Hautbarriere als Ursache für unreine Haut

Unreine Haut, die sich durch Mitesser, Pickel oder ernsthafte Akne zeigt, ist nicht immer die Folge einer erhöhten Talgproduktion (fettige Haut). Denn insbesondere zu trockene, für äußere Einflüsse empfindliche Haut, ist anfälliger für Bakterien. Diese können vor allem im Erwachsenenalter zu Pickeln führen. 

Natürliche Alternativen + Hautschutz von innen

Bei der richtigen Hautpflege solltet ihr also in erster Linie auf Produkte ohne Emulgatoren setzen. Naturkosmetik-Hersteller bieten hier ein ausreichendes Sortiment. Auch natürliche Öle wie Olivenöl können eine Alternative sein, sofern sie nicht komedogen (= die Poren verstopfend) wirken.

Das A und O ist aber eine ausgewogene Ernährung. So stärken beispielsweise die in  Lebensmitteln wie Eiern, Sojabohnen und Spinat enthaltenen Ceramide die oberste Schutzschicht der Haut

Die sich darunter befindliche Lederhaut wird durch Kollagen aufgebaut. Ein hoher Anteil an Kollagen steckt vor allem in Eiern, Haferflocken und Lachs

Auch das aufpolsternde Hyaluron müsst ihr nicht zwingend als Creme auf die Haut schmieren. Besonders viel des Stoffes steckt in Fleisch (z. B. Lamm, Kalb, Rind, Truthahn und Ente).

Quellen:

https://www.medicaljournals.se/acta/download/10.1080/000155599750011705/

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