Connect with us

Hormone: Pickel und Krebs durch Kuhmilch?

Beauty

Hormone: Pickel und Krebs durch Kuhmilch?

“Die Milch macht’s” und andere Werbeslogans haben Verbraucherinnen und Verbraucher längst durchschaut. Immer mehr Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Milch doch nicht so gesund ist wie so oft angepriesen. Insbesondere industriell hergestellte Milch enthält Hormone, die den Hormonhaushalt des Menschen durcheinander bringen und damit auch zu Pickeln oder gar Krebs führen können. 

Estronsulfat und andere Hormone in Milch

Um mehr Milch zu produzieren, werden Kühe in industriellen Betrieben bis in die Spätschwangerschaft hinein gemolken. Das Problem dabei: Die Menge an Estronsulfat, einer Östrogenverbindung, ist zu diesem Zeitpunkt besonders hoch. Der Stoff verursacht zwar nicht direkt Pickel, steht aber im Verdacht, verschiedene Krebsarten wie Hoden-, Prostata- und Brustkrebs zu begünstigen.

Wachstumshormone als Übeltäter

Die Tatsache, dass Milch die Entstehung von Pickeln und Akne begünstigt, liegt insbesondere an Wachstumshormonen wie dem Insulin-like Growth Factor-1, welcher das Wachstum des Kalbs anregt. 

Durch den steigenden Insulinspiegel beim Verzehr von Kuhmilch werden jedoch Mechanismen angeregt, die letztlich zur Entstehung von Pickeln beitragen. Zudem begünstigen dauerhaft hohe Insulinspiegel die Entstehung von Tumoren.  

Auch der Spiegel sog. insulinähnlicher Wachstumsfaktoren nimmt durch den Konsum von Milch zu – die Talgproduktion wird angeregt, die Talgdrüsen verstopfen und die Pickel sprießen. 

Pasteurisierte Milch mit negativen Wirkungen auf den Körper

In zahlreichen Studien konnte belegt werden, das homogenisierte und pasteurisierte Milch negativere Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat als Rohmilch. Übrigens ist auch frische Milch, nicht nur H-Milch, homogenisiert. Bis auf Milch aus Demeter-Betrieben ist auch Biomilch in der Regel homogenisiert. 

Eine im Oktober 2014 im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlichte Langzeitstudie mit 8.000 Kindern aus verschiedenen Ländern stellte fest, dass Milch die Entzündungsmarker im Blut erhöht. Bei den Kindern, die H-Milch tranken, waren die Entzündungswerte noch höher als bei denen, die Rohmilch bekamen.  Auch der in Milch enthaltene Einfachzucker Galactose kann entzündungsfördernd wirken.

Akne ist eine chronische Entzündung der Haut. Entzündungsfördernde Lebensmittel wie Milch (aber auch schnell sättigende Kohlenhydrate) sollten also vom Speiseplan verbannt werden, wenn man zu Pickeln neigt. 

Was bedeutet homogenisisert und was ist das Problem?

Indem Milch mit hohem Druck durch feine Drüsen gepresst wird, zerkleiner sich die Fettkügelchen, was zu einer gleichmäßigeren Verteilung in der Milch führt. Das Problem der Homogenisierung: Da homogenisiserte Milch leicht verdaulich ist, können beim Verzehr deutlich mehr Caseinmoleküle über die Darmschleimhaut ins Blut gelangen. Casein gilt als starkes Allergen.

Pasteurisierung: Haltbarmachung von Milch

Bei der Pasteurisierung wird Milch kurzzeitig auf 72 °C bis maximal 100 °C erhitzt, um schädliche Mikrorganismen abzutöten. Allerdings sterben bei hohen Temperaturen auch sinnvolle Inhaltsstoffe ab. Im schlimmsten Fall bleiben bei pasteurisierter Milch also (fast) nur noch die negativen Eigenschaften bestehen. Besonders kritisch zu sehen ist ultrahocherhitze Milch. Dabei wird diese auf mehr als 135 °C erhitzt.

Wichtig: Rohmilch keine echte Alternative

Nun könnte man meinen, dass Rohmilch in Bio-Qualität eine Alternative zu konventionellen Milchprodukten sei. Allerdings kann diese mit Keimen belastet sein. Für Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gilt daher: Finger weg!

Schafs- und Ziegenmilch ist in der Regel bekömmlicher und darüber hinaus noch reicher an Vitaminen, essentiellen Fettsäuren und Eiweiß. 

Wer es jedoch ernst meint mit der “Pickelprophylaxe” und auch Allergien und ernsthaften Erkrankungen wie Diabetes, Rheumatoider Arthritis, Multipler Sklerose und Krebs effektiv vorbeugen möchte, sollte auf pflanzliche Milchalternativen wie Mandelmilch vertrauen.

Quellen und Verweise:

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Loest-sterile-Kuhmilch-Multiple-Sklerose-aus-274077.html

https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/entzuendungen-ursachen-symptome-und-therapie/

https://www.quarks.de/gesundheit/darum-ist-milch-nicht-giftig/

https://www.demeter.de/sites/default/files/demeter.de/artikel/dokumente/milchinfo.pdf

https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/detailseite/2020/news-im-juni-2020/bauernhofschutz-kuhmilch-protein-beta-laktoglobulin-verhindert-allergien/

Kommentare

Kommentiere diesen Beitrag

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr im Themenbereich Beauty

Werbung
HOCH
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner